Details

Wie schon erwähnt war der Sponsor die Firma Siemens Bruchsal, mit der in Gesprächen die Wünsche über die Hardwarekomponenten diskutiert wurden. Folgende erste Konfiguration wurde für das Cafe dann verwendet:

Server

Clients (Anzahl 3)

Monitore (Anzahl 4)

Pentium 60
64MB RAM
2GB HDD
2MB VGA
Ethernet-Karte
ISDN-Karte

486er *)
32MB RAM
800MB HDD
1MB VGA
Ethernet-Karte

17” Monitore

*) Anmerkung: Im August 1999 wurden diese durch Pentium 75 Rechner ersetzt.

Die Wahl des Betriebssystems fiel auf Linux (für Server und Clients). Die Vorteile sind hier eindeutig:

  • Es ist kostenlos.
  • Bietet Stabilität und sehr gute Conectivity.
  • Ist sicher gegen Systemangriffe Vorort (verglichen mit Windows 95 als Clientbetriebssystem)

Das nötige Know-How habe ich mir in meiner Zeit als Computer-Hiwi an der Universität Karlsruhe erarbeitet, wo ich am Institut für Industrielle Produktion und Arbeitswissenschaften (IIP,AW) für das Netz (Linux-Server, Windows-Clients) sowie Hard- und Software Upgrades zuständig war.

Der Server hat momentan als System eine Suse 6.1 Distribution mit Kernel 2.1.3. Zur Andbindung ans Internet wird eine passive ISDN-Karte von AVM verwendet sowie das Modul isdn4linux, welches sich einfach über das Konfigurationstool (YAST) einstellen läßt.
Sämtliche Netzeinstellungen wurden über YAST vorgenommen, sowohl die für die Netzkarte und ihre IP-Adresse... als auch die, die zusätzliche Netzprogramme wie z.B. sendmail betreffen.
Um die Client ans Netz anzubinden muss der Kernel mit den optionen für masquerading übersetzt worden sein. Dieses ersetzt bei Anfragen ins Internet die IP-Adresse des Clients mit der des Servers und startet erst dann die Anfrage ins Netz. Auf dem Rückweg zum Client wird dieser Vorgang wieder revidiert.
Zur Regelung der Surfzeiten wurde das firewall-Paket ipchains mit eingebunden. Mit diesem ist es auf relativ einfache weise möglich einen Client den Zugriff zum Netz zu erlauben oder zu verbieten.
Mit einem Tcl/Tk-Script werden vom Server aus die Minutensurfzeiten eingeben und der Client für diesen Zeitraum freigeschaltet. Eine zukünftige Version soll zusätzlich ein Logfile mit den Zeiten aufnehmen um eine Statistik zu bekommen, da das log-file des isdn-Moduls nicht die einzelnen Clients erfasst.

Der Client besitzt oben genannt Version als Betriebssystem sowie den Netscape Communicator 4.6 (engl. Version) als Browser. Die grafische Oberfläche (X-Windows) wurde soweit eingeschränkt, dass lediglich der Aufruf des Browsers sowie eines kleinen Zusatzprogramms gestattet. Das Zusatzprogramm (Tcl/Tk) ermöglicht das Speichern heruntergeladener Daten auf einer Diskette im MS-DOS-Format, da es unter Linux das Diskettenlaufwerk so ohne weiters nicht gibt (zumindest nicht unter a:).
Eine zukünfitge Gestaltung ist der Gedanke einen kleineren Browser zu verwenden, der schneller startet und stabiler als Netscape läuft sowie die Verwendung eines Newsreaders anstatt des Messengers.

Die Zukunft wird hoffentlich einen schneller Zugang zum Internet bringen, da drei Rechner an 64Kbit doch ab und zu etwas gemächlich erscheinen. Abhilfe könnte hier die Stadt Bruchsal bringen, die schon seit einiger Zeit versucht die Bibliothek ans eigene Netz (>10Mbit)  anzuschliessen. Es sieht wohl so aus als ob es dieses Jahr klappen könnte, was nicht schlecht wäre.

Aufgrund meines im Moment durch mein Studium hervorgerufenen Zeitmangels werden diese anstehenden Projekte (Softwareupdates und Verbesserungen) wohl bis nach den Prüfungen warten müssen.

 

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