|
Der Plan
Den Plan habe ich aus dem Buch Canoecraft und zwar das Kanu Redbird. Ich habe die Daten auf Transparentpapier (DIN A2 für die Spanten und DIN A1 für den Steven) übertragen, was ca. einen Nachmittag in
Anspruch nimmt. Man verwendet Transparentpapier weil man nur eine Seite des Kanus zeichnen muss, da dieses zur Längsachse symmetrisch ist. Danach wird dies auf ein Holzbrett gelegt und in die Punkte eines Spantes
Nägel geschlagen. Mit Hilfe einer biegsamen und stabilen dünnen Leiste (Straklatte), die man an die Nägel anlegt, wird dann die Kurve gezogen. Das Übertragen auf Bausperrholz- oder Rohspan-Platten geschieht mit
Kohle- oder Grafitpapier. Man zeichnet pro Spant immer eine Mittellinie, die die Symmetrieachse darstellt. Zum einen um das Transparentpapier anzulegen zum andern um die Spannten später genau auszurichten. Was man
bei diesem Buch noch anmerken sollte (ist auch noch einigen anderen aufgefallen): Es hat in seinen Maßtabellen einige Übersetzungsfehler. Man sollte sich also nicht wundern wenn man ein paar Maße korrigieren muß. Oder
man kauft die englische Version und rechnet alles selber um.Aber keine Garantie, dass die Maße dort besser stimmen ; ) . Hinweis:
Steve hat auf seiner Page ein Plan für ein Kanu.
Die Spanten
Ich habe zwei 1cm dicke Rohspanplatten (100cm*260cm ca. 8.-/m2) übereinander gelegt, da ich ja jeden bis auf den mittleren Spant doppelt brauche. Bausperrholz ist zwar stabiler aber
teurer (ca. 20.-/m2). Die Dicke 1 bis 1,5cm ist aus meiner Sicht besser mit der Stichsäge zu sägen, vor allem wenn man mit einem "Kurvenblatt" arbeitet.
Ich habe jeweils einen der Spanten gedreht und sie noch einmal zusammen abgeschliffen, um eine gleichmässige Symmetrie zu bekommen.
Der Ständer
Ihn haben wir aus zwei ca. 5,5m langen 25*5cm dicken Hölzern und 80cm hohen Füßen hergestellt. Die langen Planken haben wir zu einem
"T" (schwarz) verschraubt, in die Füße entspechend tiefe und breite Einschnitte gemacht und zusammen mit Kantholz (25*5*5cm) verschraubt.
Dann die Mitschiffslinie (blau angedeutet) auf dem "T" längs angezeichnet und senkrecht auf diese im Abstand von 305mm (1Fuß) jeweils die Markierungen für die Mallen. Diese wurden,
beginnend mit dem vorletzten Mallspant und dem Steven der genau an ihm endet, auch mit Kanthölzern festgeschraubt. Die Ausrichtung haben wir an der Mittschiffslinie (die aufgezeichnet
ist) und einer Schnur, die mittig von Steven zu Steven gespannt ist gemacht. Hier ist genaues Arbeiten erforderlich.
Die Mallen haben wir in 2/3 ihrer Höhe noch mit entsprechend langen Rundholzstangen auf ihren eigentlichen Abstand gebracht, da sie sich doch ein wenig in eine Richtung neigten. Das
gibt außerdem noch etwas mehr Stabilität, vor allem wenn die Mallen nur 1cm dick sind. Und Schwupps fertig ist die Helling!
Kosten
Holzart |
Maße |
Verwendung |
Preis |
Rohspan |
205*260*1cm |
Spanten |
ca 40.-- |
Bauholz (gehobelt, scharfkantig) |
550*25*5cm (3X => 16,5lfm) |
T-Träger und Füße |
174,24 |
Bauholz (sägerauh) |
200*5*5cm (6X => 12lfm) |
Kantholzbefestigungen |
20,40 |
|
|
|
Dazu kommen noch Kosten für Stichsägeblätter und Schleifpapier, die ich nicht aufführen werde. Weiterhin noch Schrauben: ca. 80 St. 6x80 ca. 25.- und 100 St. 5x60 ca. 20.-
Zeiten
Bauabschnitt |
ca. Zeit |
Pläne erstellen mit übertragen auf die Spanplatten |
1,5 Tage gemütlich |
Spanten ausschneiden und bearbeiten |
1,5 Tage gemütlich |
Ständer mit Aufbau |
2 Abende (ca. je 3-5 Std) |
|
|
|
|